Seit einiger Zeit gibt unser Fahrzeug im Leerlauf klingelnde Geräusche von sich. Außerdem beschleicht uns das Gefühl, dass ein Federsegment der vorderen Blattfeder gebrochen ist. Haben wir auf einmal so wenig Federweg oder sind die Straßen schlechter geworden? Uns fehlt das Wissen wie viel Platz zwischen Gummianschlag und Radaufhängung ist. Also halten wir in Kayseri bei Mercedes Benz, wo sich sofort mehrere Angestellte um uns kümmern. Wir bekommen Tee ans Auto serviert und essen in der Kantine. Gute Nachricht: Die Blattfeder ist ok. Schlechte Nachricht: Die Lichtmaschine scheint langsam kaputt zu gehen. Weil Ersatzteile teuer sind und aus Deutschland bestellt werden müssten, entscheiden wir uns weiter zu fahren. Doch vorher möchten wir die Zahnarztlandschaft dieser Stadt kennenlernen und landen im bisher besten zahnmedizinischen Zentrum der Türkei. Guter Laune gehen wir noch rüber zu der alten seldschukischen Karawanserei und dem riesigen, prachtvollen Basar, kaufen dort ein Kopftuch für den Iran und lassen uns zeigen wie man es trägt.
Es geht weiter Richtung Osten, nach Balıklı Kaplıca, der langersehnten heißen Quelle mit seinen Doktorfischen. Und wahrlich, die Fische docken sofort scharenweise an. Die Bäder sind auch hier nach Geschlechtern getrennt, der Eintritt ist zu der Zeit kostenlos, ansonsten nicht teuer (5 TL, 2,20 EUR ?). Für Elias und Estha ein tolles Erlebnis.
Die Landschaft nach Divriği wird jetzt immer aufregender, doch richtig spektakulär ist sie dann zwischen Divriği und Erzincan. Wir kommen aus dem Staunen nicht heraus.
Bisher trafen wir nur in Kappadokien ähnlich wie wir mit dem Wohnmobil Reisende. Hier in Erzurum treffen wir abends auf einer Picknick Area (nur Toiletten und Quellwasser vorhanden) die Schweizer Romy und Miro (kurz: miromy) mit einem VW T3 Syncro auf dem Weg nach China. Und morgens machen wir Bekanntschaft mit einer in Spanien lebenden französischen Familie. Odile und Marc unterrichten 2 ihrer 3 Kinder Sophie, Nicolas + Alizé selbst. Wahnsinn!
Nikitas Zahnschmerzen führen uns fast direkt an die Lösung unseres Problems mit der Lichtmaschine. Zwei junge Zahnärzte interessieren sich für unsere Reise und so erzählen wir Ihnen kurz vor der endgültigen Verabschiedung (ja, das braucht oft mehrere Anläufe) von unserem Problem. Da sowieso gerade Mittagspause ist, werden wir zu einer kleinen auf Mercedes-Benz spezialisierten Werkstatt eskortiert, wo man erstaunlicherweise englisch spricht und unsere Lichtmaschine gegen eine gebrauchte austauscht. Es ist normalerweise sehr schwierig in einer fremden Stadt die Nadel im Heuhaufen zu finden. Und: Gegenüber ist eine kleine heruntergekommene, na sagen wir Pizzeria. Dort werden wir wie so oft zum Essen mit Zigarette eingeladen. Wir wähnen uns im Glück. Haben die Krankheiten nun auch ein Ende? Nikitas Infektion haben wir nun auch in hier behandeln lassen. Fazit: In Erzurum können wir leider nur dieses Krankenhaus empfehlen 😉
- Streichelzoo im Basar
- Wir lernen das Kopftuch zu binden.
- Frisch geschlüpft
- Toben in der Moschee ging nur weil wir allein waren.
- In Divriği
- Hinter dem Pass…
- Froschland Türkei
- Romy und Miro
- Das Militär ist überall präsent.
- Odile, Marc, Sophie, Nicolas, Alizé, Nikita, Niklas, Elias, Estha
- Nun friss doch endlich den Stein.
- Für seinen Schmuck bekannt: Erzurum
- Badetag